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Kroatien News!! 2019

Kroatien: Bootsbesitzern droht Beschlagnahmung

Der ADAC weist darauf hin, dass in Kroatien die zollfreie Nutzung von Booten nur für einen Zeitraum von 18 Monaten erlaubt ist. Bei längerem Verbleib greifen die Zollvorschriften, die gegenwärtig streng angewendet werden. Skipper, die ihr Boot in Kroatien stationiert haben, droht künftig Ärger bis hin zur Beschlagnahme ihres Bootes oder der Yacht, wenn sie nicht die in Kroatien geltenden Zollvorschriften strikt beachten.

 

SeaHelp, der führende Pannendienst der Adria und ADAC Stützpunkt-Partner, hat in seiner jüngsten Pressemeldung das Thema aufgegriffen. Hintergrund für die strenge Anwendung ist, dass Kroatien am 1. Juli 2013 der EU beitritt und die EU-Behörden bereits im Vorfeld auf die Umsetzung bereits bestehender Verordnungen pochen. Yachten wurden bereits beschlagnahmt und die Eigner werden wohl kaum eine Chance haben, sich gegen die Maßnahme im Nachhinein zu wehren, teilt SeaHelp Chef Wolfgang Dauser dem ADAC mit.


Rechtslage
Das kroatische Zollgesetz schreibt vor, übrigens im Einklang mit den europaweit geltenden EU-Bestimmungen, dass in Kroatien die vorübergehende Einfuhr und Nutzung von Booten für einen Zeitraum von 18 Monaten erlaubt ist. In ganz wenigen Ausnahmefällen, wenn die Marina als Zolllager des Typs E registriert ist, verlängert sich die Frist auf 24 Monate. Hat die Yacht innerhalb dieses Zeitraums Kroatien nicht mindestens einmal offiziell verlassen, beginnt die Zollpflicht in Kroatien.
Vielen Skippern, deren Boote dauerhaft in Kroatien liegen, ist dieser Umstand gänzlich unbekannt. Diese Verordnung gibt es schon seit einigen Jahren, nur wurde sie bisher nicht entsprechend umgesetzt. Durch den bevorstehenden EU-Beitritt fordern die Behörden in Brüssel jedoch eine Angleichung der kroatischen Gesetze an die EU-Gesetzgebung und genau dazu zählen auch die Zollvorschriften, die die zollrechtliche Behandlung ausländischer Boote und Yachten regeln.
„Lässt man die Frist von 18 Monaten verstreichen, kann es sein, dass ohne weitere Aufforderung die Beschlagnahme droht“, unterstreicht SeaHelp-Chef Wolfgang Dauser. Und dann wird es teuer. Zoll, Strafzoll und die zu erhebende kroatische Mehrwertsteuer können schon mal leicht den Wert der Yacht überschreiten, zumal der festgelegt wird auf den Tag der Einfuhr, auch wenn der schon einige Jahre zurück liegt.
 
ADAC Handlungsempfehlung für betroffene Eigner
 
Wenn die Aufenhaltsdauer Ihres Bootes in Kroatien 18 Monate überschreitet, sollten Sie das Land offiziell über einen Port of Entry verlassen und in einem Nachbarland einklarieren. Beachten Sie, dass Sie einen Ausklarierungs-Stempel mit dem aktuellen Tagesdatum vom Hafenmeister erhalten. Bei der Rückkehr nach Kroatien und der Wiederanmeldung in einem Port of Entry beginnt dann die 18-monatige Zollfrist von Neuem.

 
Dabei ist jedoch zu beachten:


 
  1. Strafzoll
    Ist die 18-monatige Zollfrist verstrichen, kann ein Strafzoll beim Ausklarieren in Kroatien fällig werden.
     
  2. EU-Mehrwertsteuerpflicht
    Kurzfristig kann durch das Ausklarieren des Bootes aus kroatischen Gewässern zwar die 18-monatige Zollvorschrift erfüllt werden, dabei laufen allerdings Bootsbesitzer, die ihr Boot ausschließlich in Kroatien liegen hatten Gefahr, beim Einklarieren in EU-Gewässern mehrwertsteuerpflichtig zu werden. Spätestens nach dem EU-Beitritt Kroatiens wird sich allerdings auch für die meisten in Kroatien stationierten Boote die Mehrwertsteuer innerhalb der EU nicht vermeiden lassen.
     
  3. Boot als Rückware in die EU
    Bootseigern, die bereits einen EU-Mehrwertsteuernachweis besitzen, können offiziell in einem EU-Land einklarieren. Wenn ein Boot jedoch mehr als 3 Jahre lang außerhalb der EU war – z.B. weil es die ganze Zeit in Kroatien lag, gilt es nicht mehr als zoll- und steuerfreie "Rückware". Es können dann bei der Rückkehr in die EU Einfuhrabgaben (berechnet auf den aktuellen Zeitwert) verlangt werden. Dies trifft auch auf Eigner zu, die bereits die EU-Mehrwertsteuer für das Boot bezahlt haben. Das Boot hat seinen „Gemeinschaftscharakter“ verloren und muss erneut in die Gemeinschaft eingeführt, heißt versteuert, werden. Es empfiehlt sich daher, innerhalb von drei Jahren in die EU einzureisen und sich dies bei einem Hafenamt quittieren zu lassen.

SEEGRENZÜBERGÄNGE (Port of Entry)

Ständig geöffnet: Umag, Porec, Rovinj, Pula, Rasa (Brsica), Rijeka, Mali Losinj, Senj, Zadar, Sibenik, Split, Ploce, Metkovic, Korcula, Dubrovnik, Vela Luka, Ubli.

Saisonal geöffnet: ACI-Marina Umag, Novigrad, Sali, Bozava, Primosten, Hvar, Stari Grad (Hvar), Vis, Komiza, Cavtat.


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Kroatien

Fristen für Eigner älterer Yachten

31.10.2018  Die kroatische Regierung beginnt die angekündigte Regelung für Schiffe, die älter als acht Jahre sind, umzusetzen.

 Erste Erfahrungen

 

Nachdem die Frist für die Nachversteuerung in Kroatien im Sommer ausgelaufen ist, zeichnet sich nun ab, wie Eigner von Schiffen, die älter als acht Jahre sind, verfahren müssen. Solche Yachten scheinen nun tatsächlich von der Steuer befreit zu sein, wie es die kroatischen Behörden mehrfach angekündigt haben. Allerdings müssen die Eigner, um ihr Schiff formal korrekt in den EU-Binnenmarkt einbringen zu können, 1,7 Prozent Zollgebühr auf den Zeitwert zahlen.

 

So zumindest berichtet ein YACHT-Leser, der als einer der ersten sein älteres 40-Fuß-Boot in Dubrovnik durch alle behördlichen Instanzen brachte. Das Prozedere erfolgt über Agenturen, die auch zuvor mit der Nachversteuerung befasst waren.

 

Wichtig ist allerdings, dass Eigner für die Abwicklung zuvor eine sogenannte EORI-Nummer brauchen (Economic Operators’ Registration and Identification Number), die Nummer zur Registrierung und Identifizierung von Wirtschaftsbeteiligten im europäischen Warenverkehr. Hinzu kommt noch die kroatische Variante davon, die sogenannte OBI-Nummer. Die EORI-Nummer muss in Deutschland beantragt werden (Hier geht es zum Download des Antrags beim Zoll). Nach Angaben des YACHT-Lesers, der sich durch das Prozedere kämpfte, kann dabei auch der deutsche Steuerberater helfen. 

 

Für Kroatien müssen Eigner eine ganze Reihe von Nachweisen erbringen:

 

1. Dass das Boot älter als acht Jahre ist (Internationaler Bootsschein, Seebrief, Flaggenzertifikat oder Ähnliches).

 

2. Dass es am 1. Juli 2013 in Kroatien war (zum Beispiel Liegeplatzvertrag).

 

3. Bestätigung des örtlichen Zolls, dass Boot und Papiere übereinstimmen. Dies wird vor Ort von Beamten überprüft.

 

4. Dass der Eigner seit acht Jahren wirklich Besitzer des Bootes ist.

 

5. Dass das Boot bezahlt ist (Zahlungsbeleg der Kaufsumme).

Besonders letzterer Nachweis dürfte für manche Eigner nicht ganz einfach sein: Nach Angaben des YACHT-Lesers wurde der Kaufvertrag nicht als Nachweis akzeptiert. Wurde der Kauf in bar abgewickelt, können Probleme auftauchen.

 

Zur Zeitwert-Ermittlung sollte laut Auskunft der kroatischen Handelskammer gegenüber der YACHT im Laufe des Jahres die Schwacke-Liste dienen. In Dubrovnik erfolgte dies aber über den Vergleich von ähnlichen Online-Angeboten, was für den Eigner in diesem Fall von Nachteil war. Es ist nicht ausgeschlossen, dass regionale Zollämter dies unterschiedlich handhaben! 

 

Wichtig: Die Frist für eine solche nachträgliche Einfuhr in den EU-Markt Kroatiens läuft am 31. März 2014 aus! Dann endet die von der EU eingeräumte "Übergangsphase", die Kroatien für den Beitritt zugebilligt wurde.

Abschließend sind noch die Kosten zu nennen: Der Service der Agentur und eines Notars für den Eintrag der OBI-Nummern summierte sich auf knapp 300 Euro, dazu kamen die 1,7 Prozent Zoll auf den Zeitwert der Yacht.

Die YACHT hat an die kroatische Handelskammer, die mit der Vermittlung der Nachversteuerung und Zollabgaben im Wassersportbereich beauftragt ist, eine Anfrage gestellt, wie speziell die kritischen Punkte, etwa die Preisbestimmung oder der Nachweis der Zahlung, genau abzuwickeln sind. Sobald eine Antwort vorliegt, werden wir diese veröffentlichen.

 

 


 

 

 

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